Bosch Power gegen Pferdestärke *

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Auf unserem Weg vom geografischen Mittelpunkt der Mongolei in die alte Hauptstadt Karakorum durchquerten wir atemberaubende Steppen- und Berglandschaften. Dabei stellten wir den kräftigsten E-Antrieb der Firma Bosch auf eine harte Bewährungsprobe. Mit bis zu 45 km/h schnellen Pedelecs von Kreidler und riese & müller waren wir völlig autark unterwegs: die Akkus der Räder und sonstiger Technik luden wir über Solarzellen auf Anhängern auf. Mit bis zu 50 kg Gepäck wurden Flussdurchquerungen und Anstiege zur echten Herausforderung, selbst mit einem Pedelec! Stärken bewiesen die Fahrzeuge auch im Rennen gegen Pferde…

Über Berg und Tal, bei Hitze und Hagel – auf der Tour de Mongolia war alles dabei! Mit einem brandneuen Crossrad von Kreidler und einem Reiserad von riese & müller – beide mit dem bis zu 45 km/h schnellen Bosch-Antrieb ausgestattet – folgten wir Pisten aller Art, fuhren querfeldein über Wiesen und Steinfelder, durch Bäche, über Berge, durch Sumpf und Sand. Nach heftigen Gewittern gehörten überschwemmte Pisten ebenso zum Landschaftsbild wie staubige Pfade an trockenen Tagen. wir navigierten mit Karte und Kompass und holten uns immer wieder den Rat der Einheimischen ein, auch wenn wir uns meist nur mit Händen und Füßen verständigen konnten. 

Die geländetauglichen Einradanhänger von tout terrain dienten als Packesel und mobile Ladestation. Sie wurden speziell für diesen Einsatz vom Elektrorad-Spezialist ecomo21 mit schwenkbaren Solarpanelen ausgerüstet. Immer im richtigen Winkel zur Sonne schafften wir es tatsächlich, den gesamten Strombedarf während der Tour über die Sonne zu beziehen.

Antrieb, Bikes, Hänger und Ladetechnik hielten allen Herausforderungen ohne nennenswerte Pannen stand. Mit bis zu 30 km/h Reisegeschwindigkeit auf ebener, guter Piste, gewöhnten wir uns schnell an die 350 bis 500 Extra-Watt des E-Antriebs. Was scheinbar aus eigener Kraft so leicht voranging entpuppte sich jäh zum schweißtreibenden Unterfangen sobald die Batterie leer oder der Antrieb ausgeschaltet war. Dabei staunten wir immer wieder wie problemlos es war, schwierige Passagen mit etwas Übung auch mit Sack und Pack zu meistern. Und mal ehrlich: Mit einem normalen Bike (bei gleicher Übersetzung) hätten wir uns einen ziemlich steilen Anstieg von über 1000 Höhenmetern wahrscheinlich nicht angetan. Aber wir wollten es ja wissen! Selbst die kraftvollen Pedelecs brachten wir damit an ihre Grenzen – und nicht nur die Bikes…

Besuch von interessierten Mongolen war schon manchmal vor dem Aufwachen an der Tagesordnung. Gut, dass der klassische Deal meist ohne viele Worte ausgehandelt war: Pedelec gegen Pferd (oder Motorrad). Und alle kamen mit einem Lachen zurück! Wir ganz besonders, als wir Kopf an Kopf mit mongolischen Reitern einen Pass hochgeflitzt waren. Trabten die Pferde, konnten wir locker mithalten, im Galopp fehlten uns dann doch ein paar Watt. Spaß machte der Sprint so oder so!

Abgesehen von solchen Spurts lernten wir in der Mongolei schnell, einen Gang zurückzuschalten und in den Rhythmus des autarken Lebens einzutauchen. Die Zeremonien bei Jurtenbesuchen mit Freundschaft und Vertrauen zu würdigen gehörte ebenso dazu wie den gewöhnungsbedürftigen Airag (vergorene Stutenmilch) mit halbwegs entspanntem Gesichtsausdruck zu nippen.